Feels like magische Melodien…
Erscheinungsdatum: 30.06.06
Label: Warner
Muse – für einige die beste Live-Band aller Zeiten, für andere eine mittelmäßige Radiohead-Kopie, wieder für andere die beste Mischung aus Britpop, Grunge, klassischen Elementen und Industry-Klängen, haben Ihr viertes Studio-Album „Black Holes and Revelations“ am 30. Juni 2006 auf den deutschen Markt gebracht. Eine neue Möglichkeit also, dass sich die kritische Geister an einem Musik-Album scheiden.
Der exzentrische Rock-Sound der Band erinnert teilweise an die Glam-Rock-Ära der Band Queen in den siebziger Jahren. Queen, Radiohead aber auch Franz Liszt und Richard Wagner gehören laut Frontman Bellamy zu den Einflüssen, die ihn beim Schreiben der Lieder beeinflussen. Bellamys Stimme, Pulsierende Sequenzer, Streichersätze, harte Gitarrenriffs, treibende Bassläufe, ein pumdendes Schlagzeug, Rachmaninoff-artiges Klavierspiel – das alles macht den Sound von Muse aus.
Die eingangs beschriebene Stil-Mischung ist auch auf dem neuen Album der drei Briten zu hören – hier und da allerdings mit ein paar Disco-Anleihen. Das Album, dass aus einem Guss zu sein scheint, ist nicht ganz so rockig wie das Vorgänger Album „Absolution“ (2003) (das ich an dieser Stelle jedem ans Herz legen möchte), jedoch ebenso vielseitig, emotionsgeladen und abwechslungsreich.
Wie der Soundtrack zu einer Filmmixtur aus Matrix und Italo-Western kommt das Album daher. Der aggressive Song „Assassin“ würde sich durch seine Metal-Elemente auf dem Matrix-OST wiederfinden, „Knights of Cydonia“ oder „City of Delusion“ auf dem des Italo-Western. Die italienischen, bzw. die Flamenco-Klänge so Sänger, Gitarrist und Keyboarder Matthews Bellamy dem Rolling Stone gegenüber, seien durch seinen Wohnortwechsel, er ist jetzt quasi Nachbar von George Clooney am Comersee in Italien, inspiriert.
Die erste Singleauskopplung ist „Supermassive Black Hole“. Bellamys falsettartige Stimme, die in diesem Song sicherlich nicht ganz ungewollt an Prince erinnert, ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber ausgezeichnet zu den Elektrosounds. Ein tanzbarer Song – das ist bei Muse bisher eine Seltenheit gewesen.
Produziert wurde das Album von Rich Costey, der auch schon für „Absolution“ mitverantwortlich ist und bisher mit Bands wie Rage Against The Machine, Bloc Party und Franz Ferdinand zusammengearbeitet hat.
Insgesamt ein super Album. Meine Anspieltipps: das wunderschöne „Starlight“, das rockige „Map of Prolematique“ und das cinematische „City of Delusion“. (fk)
Als Mixtapesong wäre Song 2 “Starlight” mit drauf!!
Fotos: Warner Presse





