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Ich finde andere können viel besser über einen schreiben, als man selbst. Daher findest du hier eine Sammlung an Rezensionen und Beiträgen über stromundgitarre.


„Viele kleine Bands kuscheln sich aneinander – und plötzlich wird das Herz warm. Indiehelden wie Hund am Strand, The Legends und Monta, der Rest sind wunderbar hühnerbrüstige Neulinge wie Paperboat, zuhause und die grandiosen Grätenkinder. 23 Tracks, der Himmel für Leute mit Morissey-Buttons. Bonus: neues von Tilman Rossmy & Kettcar.“

(Rolling Stone, 03/06)


„Wenn dieser Sampler zukünftig, wie im Infoschreiben zu lesen, „sicherlich in vielen WG-Wohnzimmern, Fahrgemeinschaften zum Immergut-Festival‘ und Indie-DJ-Plattenkisten zu finden“ sein wird, wäre das Klischee vom eher leichtlebigen und letztlich doch recht durchschaubaren Schrammelgitarren-Nerd bestätigt. Doch „Stromundgitarre: Let’s Go Away For A While“ ist kaum tadelnswert: Hund am Strand, Monta, Kettcar und der olle Tilman Rossmy steuern seltene und ganz neue Stücke bei; die guten Locas In Love, The Sealevel, The Legends, die Figurines und Magnapop sind mit von der Partie. Die Idee hinter dem Projekt, für das extra die kleine Plattenfirma Popappeal gegründet wurde, war, unbekannten Bands, die per Wettbewerb auf den Sampler gelangt sind, eine Plattform zu geben. Auch eine eigene Konzertreihe wurde bereits absolviert – bereits im Januar gab es eine Festivaltour mit Hund am Strand, The Legends unter anderen“.

(spiegel.de, 23.01.06)


„Usually I am not exactly a big fan of compilations, but this is an exception, as about 20 out of 23 artists are really amazing! This features songs from already better known acts such as Monta (ex-Miles, exlusive track), Hund am Strand, The Figurines and Kettcar (non-album track). As well as the great Austrian bands Velojet and Gschu (with a song that sounds exactly like the Weakerthans!). The twee pop of The Charade blew me away as well the Klez.e/Delbo alike track of Decorder, which again is proof that german doesn’t have to sound bad. Other good tracks I enjoyed came from: zuhause, Cloudberry, The Sealevel, Paperboat, Cartridge …“
A good one if not the best sampler in years!

(thedanceofdays.org, 03/06)


Als man noch nicht mit drei Klicks ganze Doppelalben zusammenstellen konnte, befasste man sich in stundenlanger Kleinstarbeit mit den Stop-, Record- und Pausetasten des Tape-Decks, um das ganz persönliche Best-of- bzw. State-of-my-art-Tape zu erstellen. Hingebungsvoll wurden Zeitungen nach geeigneten Schnipseln zur Covergestaltung durchforstet und mühevoll ein Name erdacht, der das Kompilierte zusammenfasst. Das Berliner Label Reptiphon lässt den Traum vom perfekten Sampler mit der „Stromundgitarre“-Reihe wieder aufleben. Auch im Intro-Forum wurde vor einigen Monaten dazu aufgerufen, Vorschläge abzuliefern, und siehe da: Viele der Namen, die im Forumsthread auftauchen, sind auch auf „Stromundgitarre Folge 1″ zu finden, z.B. Cloudberry aus Frankfurt oder die Kölner Decorder. Die süddeutschen Monta, jenes Nebenprojekt von Miles-Sänger Tobias Kuhn, sind mit einem bisher unveröffentlichten Track vertreten. Tchi und Locas In Love vom Berlin/Hamburger Kontraphon-Label, das seit einigen Jahren mit einem ähnlichen Compilation-Konzept zwischen Lo-Fi-Pop und Schrammel-Elektronik aufhorchen lässt, sind ebenso wie die Ex-Hamburger Gallionsfiguren Tilman Rossmy und Kettcar dabei.

Doch nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern auch in nördlicheren Gefilden wurde gesucht und aufgestöbert, denn auch die 60s-Beat-Anhänger von Cartridge aus Dänemark, The Legends (im Remix) und Sambassadeur aus der schwedischen Gitarren-Pop-Hitfabrik Labrador Records wurden verpflichtet. Insgesamt 23 Songs von renommierten Acts und Acts, denen noch einiges Renommee ins Haus steht. Bemerkenswert ist, dass, egal ob skandinavischer kandierter Pop, Weilheim’sche Knarz-Sounds oder Hamburger-Schule-Reminiszenzen, der Grundtenor gleich bleibt: larmoyant und doch nicht ohne Tatendrang, zwischen Mittzwanziger-Resignation und Lebenserkenntnis-Lyrik. Fühlt sich an, wie morgens feststellen, dass man zum wiederholten Mal den Schlüssel von außen in der Wohnungstür stecken gelassen hat. Sollte man sich Gedanken machen? Wozu? Ist doch eigentlich alles auf dem Weg. Passt doch alles in die kleine Verpackung, auf der in Wasserfarbe-Lettern „Indie-Pop“ steht. Alles wunderbar unperfekt und harmonisch zugleich.
Auf die Frage im Thread, was denn „Indie-Pop“ überhaupt sei, kam die Antwort von einem der „Stromundgitarre“-Macher: „… wenige Harmonien in als angenehm empfundenen Abfolgen, eingängige Melodien, die oft auf der Pentatonik beruhen, oft simple, durchgehende Rhythmen (…) und dann noch schnell ein Independent davor gebastelt.“ So einfach ist das, und so facettenreich und bunt.

(Intro, 04/06)


Heute gibt es den vielleicht besten, ganz sicher aber liebevollsten Indie-Sampler des Jahres live zu erleben. Ab 21 Uhr steigt im Molotow die Release-Party der charmanten „stromundgitarre“-Compilation. Für 13 Euro an der Abendkasse gibt es die schwedischen Indiepopper The Legends, Hund am Strand aus Berlin, die Hamburger zuhause und die Köln-Bonn-Connection Clayton Farlow. Der Sampler, auf dem außerdem auch Acts wie Kettcar vertreten sind, erscheint am 30. Januar.

(Hamburger Morgenpost, 12.01.06)


Hier war Herzblut am Start! Und da ich aus eigener Erfahrung weiß, was es bedeutet, eine Compilation zu veröffentlichen, spreche ich Lars Poeck meinen größtmöglichen Respekt aus. „CHEERS, Lars!“ Gut, irgendwo hat man sich hier ja auch sein eigenes „Zuhause“ verschafft, doch das so dermaßen charmant, daß ich einfach 9 Monkey-Points vergeben muss. Deutsch, international, laut, leise, bekannt, unbekannt, vollkommen unbekannt, fröhlich, euphorisch, traurig, schön. Mit „She Is Love“ von Paperboat aus Hannover ist sogar einer der smartesten Clubhits am Start, die es in den letzten Monaten aus Deutschland zu hören gab (…wenn auch nicht in jedem Club). Da diese Zusammenstellung für faire und schmale Zahlungsmittel (ca. 10 Euro) kaufbar gemacht wurde, sollte Euch dieser Jubelsturm in den Plattenladen Eurer Wahl blasen! I LOVE INDIE!

(king-kong-klub.net, 03/06)


Nach erfolgreicher Promotour u.a mit The Legends, Hund am Strand und Zuhause erscheint nun dieser Tage der langersehnte erste Teil der Sampler-Reihe „Stromundgitarre“ auf dem eigens gegründeten Label Popappeal. Die Macher um Zuhause-Sänger Lars Poeck haben es unzweifelhaft geschafft, echte Perlen auf diese Platte zu bekommen. Da wären beispielsweise alte Helden wie Monta oder Tilman Rossmy mit exklusiven Stücken, ebenso die Berliner Senkrechtstarter von Hund am Strand. Die obligatorischen Kettcar liefern zwar Altbekanntes, Magnapop wirken etwas fehl am Platz, ansonsten gibt es allerdings viel zu entdecken. Neue Lieblingsbands zum Beispiel. Besonders aus unseren europäischen Nachbarländern. Die dänischen Figurines etwa lassen es in bester Modest Mouse-Manier krachen, The Charade aus Stockholm schrammeln so herrlich, dass man sich den Sommer herbeisehnt und die Österreicher von Velojet zeigen uns, was ne Indie-Pop-Harke ist. Großartig! Dass auch ClickClickDecker, Zuhause, Sambassadeur und alle anderen Bands auf diesem Silberling extrem hörenswert sind, versteht sich von selbst.

(Gaesteliste.de, 03/06)


Es gibt hierzulande immer noch zuwenig wirklich gute Indiepop Sampler. Vor allem solche die (namentlich) auf die ,,neue Welle deutscher Musik aufspringen wollen sind bitte zu ignorieren. Sympathischer und besser ist der demnächst erscheinende Sampler stromundgitarre. Ziel war eine CD zusammenzustellen, die man „nie wieder aus dem CD-Player herausnehmen mag“.
Mit einigen der auf dieser Scheibe befindlichen Bands geht es auch gleich auf Tour – innerhalb des Stromundgitarre-Festivals.
Zuerst zu nennen ist das Musikkollektiv The Legends aus Schweden, deren Musik zwischen Sechziger-Pop mit Schellenkranz und Handclapps und Achtsiger-Elektro-Pop schwankt. Und deren Mitgliederzahl mindestens so oft wechselt wie die Meinung von Franz Beckenbauer. Dazu kommen die Berliner Newcomer Hund am Strand, deren Song ,Jungen Mädchen“ im Vorjahr schon ein keiner Hit war. Ebenso dabei ist die Band des Initiatoren Lars Poeck nämlich die die Hamburger Indie-Popper zuhause. Beide Gruppen spielten im vergangenen Herbst gemeinsam die überfüllte Astra-Stube schweißnass. Vierter im Bunde ist die gitarrenlastige Kölner Gruppe Clavton Farlow. Ein duftes Programm für wenig Geld, aber die ganzen Musiker passen doch nie alle in den Backstageraum des Molotow. Oder doch?

(Hamburger Abendblatt, 12.01.06)


Was wie ein Ein-Mann-Projekt von Lars Poeck (Sänger und Gitarrist bei zuhause) aussieht, ist in Wirklichkeit ein komplex, durchstrukturiertes Medienunternehmen, das mit kleinen Tricks unser Unterbewusstsein beeinflusst und uns mit Kaufanreizen füttert, dass es nur so weh tut. Ansonsten hätte es der junge Mann wohl auch nicht geschafft, auch eine gleichnamige Tour durch Deutschland zu starten und schon jetzt für Folge 2 zu werben…

Der Lars, der verdient Respekt. Soviel Enthusiasmus oder wie man das nennt, wenn man noch immer an was glaubt, ist das Größte.

Stromundgitarre glänzt mit Namen wie Monta (unveröffentlichtes Stück Wire), The Legends (ebenfalls unveröffentlichter Mix von „He knows the Sun“), The Sealevel, Locas in Love, Magnapop, Kettcar (ja, unveröffentlicht…), Tilman Rossmy Quartett und und und. Eben all die knuffigen (und meist jungen) Dinger unter den Liedermachern, die uns mit Popperlen umwerben und uns das Lächeln aufs Gesicht zaubern. Klar kann man jetzt sagen, dass ein Großteil schon irgendwo auf anderen Samplern untergekommen ist, aber wenn ich unsere Pop You-Reihe mal übersehe, dann findet sich auf Stromgitarre schon eine überdurchschnittliche Vermengung von Gutem. Kann man sich gerne in den Mp3-Apparat laden, wenn man sich damit in die Sonne legt.

(Pittiplatsch3000.de, 03/06)