stromundgitarre auf dem Rolling Stone Magazin

Rolling-Stone-CoverUhi, wer noch lernen will, wie wunderschön die zweite Ausgabe des stromundgitarre Samplers eröffnet wird, dem sei die aktuelle Ausgabe des Rolling Stone (Feb/2007) empfohlen. Dort ist der stromundgitarre Opening Track „En bätter Dag“ von den wundervollen [ingenting] aus Schweden zu hören. Wer sich wundert, dass der Trackname ihm spanisch – äh – schwedisch vorkommt, liegt sehr richtig. [ingenting] sind nämlich die erst Labrador Band, die komplett in Schwedisch singt.

Zwecks the Festivaltour sei nochmals unterstrichen, dass sich fünf großartige Bands für volle Clubs, viele liebenswerte und freundliche Menschen und drei wundervolle Festivalabende bedanken.

Anbei eine erste Konzertrezension zum SEHEN… Peer – von der Berliner Band mobilé – und Tina – von Hund am Strand – proudly present „Untertube“. Ihr feines Video Mag straight from the U-Bahn.

Rezension: Belasco – Something Between Us

Erscheinungsdatum: 17.03.06
Label: Supermusic (ALIVE)

Rezension - CD belasco

We are Belasco from UK… and You must be the USA.

Ich weiß nicht genau, was es eigentlich ist, das mich an einer Band wie Belasco noch fasziniert. Ärgere ich mich doch heutzutage immer noch, dass ich damals beim Hurricane Festival den Built to Spill Auftritt sausen ließ, zu Gunsten jener damaligst frisch umjubelten Band Placebo in „groß und echt“ auf der Hauptbühne. Doch der Placebo vergleich zählt bei Belasco auch nur bedingt. Naja, zu mindest haben sie auch einmal mit Fulton Dingley – seines Zeichens eben auch Placebo Produzenten – zusammengearbeitet.

Die Geschichte um die aktuell erscheinende Belasco-Platte „Something Between Us“ liest sich wie so ‚n olles Drehbuch zu der ein oder anderen Sechziger-Jahre Beat-Viel-versprechung: kleines Indie-Label schafft Über-Erfolg mit ersten (Weltweit-)VÖ’s. Große Musikbosse werden aufmerksam und signen Belasco vom Indie-Fleck weg. Noch größere Musikbosse prophezeien das noch größer werden der Belasco’s als Thron-Inhaber Coldplay in Big USA. Kleinerer Musikboss verliert urplötzlich den rechten Glauben an die Band und droppte die Jungens vom ehrwürdigen Mercury-Label. Zack! Band traurig und will sich auflösen. Wäre man doch – wie konnte nur – hätte, hätte, Herrentoilette.

Nun liegt mit „Something Between Us“ eine Band-Rettung erster Güte vor. Die Belasco Indie-Mama „Supermusic“ konnte retten, was es zu retten gab, flickte die Band wieder zusammen und stellte sie auf die Füße. Gut so! Das nun vorgelegte 12 Tracks umfassende Machwerk „Something Between Us“ bringt ein Querschnitt der ersten beiden Alben und fördert zusätzlich den einen oder anderen Aha-Effekt zutage. Neben dem den Belasco-Freunden bereits bekannten Material finden sich zahlreichen Single-, EP und B-Seiten-Songs auf „Something Between Us“, die den Kauf also auch für die Fans rechtfertigen. Aber ein „Best-Of“ Album vor erreichen des „Best-Of“ Status? Mag man sich wundern. Doch erinnern wir uns, dass man nach dem ersten Band-Supergau nun keine Zeit mehr verlieren darf. Es gilt schnellstmöglich die Gänze der Indierockwelt zu begeistern.

Es mag daran liegen, dass ich schon immer in Sechzehntel-Basslinien verliebt war, auch wird mein Verlangen nach harmonischen Melodieauflösungen überaus willig gestillt, doch letztendlich überzeugt mich die großartige – und nicht einmal androgyne Stimme – einer Indierockband, welche es locker mit den Placebo’s der Jetztzeit aufnehmen kann. Ein britisches Musikmagazin fordert Belasco bereits als Headliner des nächsten Glastonbury’s. Hey, es läuft doch!

Sicher würden Built to Spill auch nicht im Festival-Gegenprogramm spielen, denn die Entscheidung würde mir natürlich wieder schwer fallen. Aber ich bin heilfroh, Belasco bereits live gesehen zu haben. Denn diesmal tät ich mich garantiert ärgern, mich vielleicht gegen sie zu entscheiden. (lp)

Wenn ich Dir ein Mixtape aufnähme,…
…wäre Song 7 „I Know“ mit drauf!

Rezension: About Songs – Vol.2 (Sampler)

About-Songs-2Erscheinungsdatum: 10.11.06
Label: Devil Duck Records/Indigo

Detailverliebte Indienerd-Mixtur mit großartiger Musik für den Winter

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Diese Compilation ist nicht tanzbar. Sie will es aber auch gar nicht sein.

„About Songs – Vol.2“ geht mal wieder um: Songs, ganz simpel geschlussfolgert. Die Zusammenstellung auf der zweiten Folge umfasst so großartigen Bands wie Rouge Wave, Grandaddy, Audrey, I am Kloot und Two Gallants und ist derart detailverliebt, eigensinnig und kauzig, dass man sie durchaus als Indienerd-Wintermusik bezeichnen mag. Verpackt in einem verdammt schönen Coverartwork, unterstrichen von Liner-Notes des „About Songs“ Machers Jörg Tresp und eröffnet von einem Vorwort von Ken Stringfellow – seines Zeichens Posies-Kopf und Schöngeist – bleiben kaum mehr Fragen offen, worum es hier wirklich geht.

Aber erinnern wir uns kurz zurück – About Songs begann nicht auf Platte, sondern als klitzekleiner Hamburger DJ-Szenerie Geheimtipp. Eine damals noch Musikfan-Dreiergespann macht es sich zum Vorsatz, abseits der übervollen „Indie-Rock-as-Indierock-Can DJ-Tanzflächenkracher-Parties“, einen Abend mit sympathischer Eckensteher und Shoegazer Indie-Musik zu veranstalten. Einige Jahre später ist das Dreiergespann auf eine Person zusammengekürzt und die Idee „About Songs“ ist sehr viel konkreter umkreist. Der DJ-Abend, mit nun auch gelegentlicher Livebandunterstützung, ist erweitert um das Indieblog-Forum www.aboutsongs.de und von der Compilation „About Songs“ wird die zweite Folge vorgelegt.

Genau wie die erste Folge bietet „About Songs – Vol.2” wieder eine extrem hörenswerte Zusammenstellung bekannter und hierzulande dem ein oder anderen doch noch unbekannten Künstler. Erwische ich mich doch vermehrt beim Griff zum Cover, um nachzuschauen, von wem jener großartige Refrain wieder sein mag.

Hoffen wir, viele Menschen entdecken die Liebe zum Detail hinter „About Songs“. Prädikat: mit Sorgfalt kompiliert. (lp)

Mein Mixtape-Lied: Song 11 „TWO GALLANTS – Steady Rollin'“!

stromundgitarre Festival – präsentiert von Intro und Kulturnews

Passend zur zweiten Folge „Vorhang auf“ fürs dazugehörige stromundgitarre Festival – präsentiert von Intro und Kulturnews.

katze-festival-popmusikDiesmal werden auf die Bühne gebeten: Nürnbergs Pop-Aushängeschild und ex-throw that beat-Sänger Klaus Cornfield nebst seiner Band „Katze“, die schwedischen Indiepop Lieblinge „Loveninjas“ (In Zivil sind die Jungs zudem die Begleitband von Labrador-Chef Johan Angergards Projekt The Legends), DIE Indierock Neuentdeckung aus Marburg „Tent“ und hinzu werden in Hamburg die großartigen „Kajak“ und in Berlin die formidablen „Sternbsuchweg“, welche just in Zusammenarbeit mit Tobi Siebert von Delbo ihr Album fertig gestellt haben, zu Gast sein.

Erste Details dazu heute, hier:

11.01.2007 > Hamburg, Molotow
Loveninjas, Katze, Kajak, Tent.
Aftershow: Revolver-Club DJ Team

12.01.2007 > Berlin, Roter Salon
Loveninjas, Katze, Sternbuschweg, Tent.
Aftershow: Motor-Music DJ Team aka Marv am Strand & DJ Eric/Thursdays Child

13.01.2007 > Halle, Klub Drushba
Loveninjas, Tent.
& Aftershow DJ’s